Burgund

Maison Louis Jadot in Beaune

In Kennerkreisen gilt es seit langem als schick die Weinbergslagen der besten Domänen Burgunds auswendig herunterzubeten. Dabei wird häufig übersehen, dass es in erster Linie traditionelle Handelshäuser waren, die den Ruf der burgundischen Weine vor Jahrhunderten begründeten und nach wie vor einige der feinsten Weine erzeugen. Zu den besten Adressen zählt die Maison Louis Jadot in Beaune

Als der aus Belgien stammende Louis Jadot im Jahr 1849 seine Firma gründete, besaß er nur wenige Weinberge in Beaune, etwa den Clos des Ursules. Der Geschäftszweck lag damals im Wesentlichen darin Trauben und Fassweine zu kaufen, um daraus marktgängige Weine herzustellen. Sein Sohn Louis Baptiste Jadot übernahm das Geschäft zur Jahrtausendwende und leitete es fast vier Jahrzehnte. Bereits seit den frühen 1930er Jahren arbeitete er eng mit seinem Sohn Louis Auguste Jadot zusammen, der ein brillanter Verkäufer war. Er öffnete den Jadot-Weinen zahlreiche Exportmärkte etwa die Niederlande, die Vereinigten Staaten und Großbritannien, aber auch Südamerika und Neuseeland. Die Geschäfte nahmen einen derart erfolgreichen Verlauf, dass Louis August Jadot 1954 einen jungen Mann namens André Gagey als Assistenten einstellte. Nach einer Ausbildung zum Großhandelskaufmann war dieser vorher im Weinhandelshaus seines Schwiegervaters Tourlière tätig, mit dem er sich mit fortschreitender Dauer aber immer weniger verstand. Das war umso misslicher da Gagey 1947 dessen Tochter Marie-Hélène geheiratet hatte. 

Als Louis Auguste Jadot 1962 verstarb, übertrug dessen Witwe André Gagey die Führung des Unternehmens, um es solange zu verwalten, bis ihr Sohn Louis-Alain alt genug sei. Der kam unglücklicherweise im Alter von dreiundzwanzig Jahren bei einem Autounfall 1968 ums Leben, woraufhin André Gagey zum Generaldirektor von Louis Jadot ernannt wurde. Das blieb er auch, nachdem das Unternehmen im Jahr 1985 an die amerikanische Familie Kopf verkauft wurde, deren Weinhandelsfirma Kobrand bereits seit vierzig Jahren Alleinimporteur von Louis Jadot für die Vereinigten Staaten war. Kurz nach dem Vollzug der Transaktion verstarb Rudolph Kopf, seitdem leiten seine drei Töchter das Unternehmen. Ende der 1980er Jahre erfuhr André Gagey tatkräftige Unterstützung durch seinen Sohn Pierre-Henry, der zuvor Wirtschaftswissenschaften in Paris studiert hatte. Als er für seinen Vater zum Abschied aus der Firma 1992 eine festliche Weinprobe im Hospice de Beaune organsierte, waren mit Pierre Troisgros, Paul Bocuse und Alain Senderens nicht nur prominenteste Vertreter der Grande Cuisine vertreten, sondern auch die Crème de la Crème der internationalen Weinpublizistik. Seitdem leitet Pierre-Henry Gagey, Jahrgang 1955, die Geschicke bei Louis Jadot und erfährt darin seit einigen Jahren Unterstützung durch seinen Sohn Thibault, dem ältestem von insgesamt vier Kindern. Dieser hatte zuvor einige Jahre in Shanghai und Neuseeland im Vertrieb gearbeitet hat. Pierre-Henry Gagey hält große Stücke auf den hoffnungsvollen Filius.

„Ein Weinhändler in Burgund ist etwas anders als anderswo,“ lautet Gagey´s Mantra, „denn hier haben die Maisons in der Regel auch nennenswerten Weinbergsbesitz.“

Kaum ein anderes Weinhaus der Côte d´Or verbindet seine Aktivitäten als Weinhändler und Winzer eindrucksvoller als die Maison Louis Jadot in Beaune. Aus bescheidenen Anfängen ist an der Côte d´Or ein stattliches Areal von hundertfünfzig Hektar erstklassiger Weinberge erwachsen, woraus geschätzte sechshunderttausend Flaschen entstehen. Die Gesamtproduktion aller Weine von Louis Jadot liegt allerdings bei acht bis neun Millionen Flaschen, die einen jährlichen Umsatz von 70 Millionen Euro generieren. Das Gros der Produktion geht in mehr als einhundertzwanzig Länder in den Export. Es verwundert kaum, dass die Vereinigten Staaten hierbei dominieren, gefolgt von Großbritannien, Japan und Kanada. Deutschland liegt in der Exportstatistik von Louis Jadot kurz vor der Schweiz auf Platz Neun. Nur fünfzehn Prozent der Produktion verbleiben in Frankreich, wo man Jadot-Weine vor allem in der gehobenen Gastronomie und dem Weinfachhandel findet.

Unter der Marke Louis Jadot werden heute die Weine von vier Weingütern vermarktet, deren Herkunft sich auf dem Etikett durch die Nennung der jeweiligen Domaine unterscheiden. Zum einen stammen sie aus dem Fundus der Erben von Louis Jadot, die bei dem Verkauf des Hauses nicht an Kobrand gingen. Zu der achtzehn Hektar umfassenden Rebfläche der „Domaine des Héritiers Louis Jadot“ zählen wertvollen Parzellen in den Grand-Cru-Lagen Chevalier Montrachet Les Demoiselles sowie Corton und Corton-Charlemagne. Zum anderen sind es einundvierzig Hektar der Domaine Gagey, jener Familie also, die seit mehr als fünfzig Jahren das operative Geschäft des Hauses Louis Jadot in Beaune garantiert.

Die Weinberge beider Weingüter befinden sich nach wie vor im Besitz der jeweiligen Familie, werden aber durch die Mannschaft von Louis Jadot bewirtschaftet, die Weine werden in der Jadot-Kellerei in Beaune in der Route de Santenay ausgebaut. Um die prestigeträchtige Bezeichnung „Mise au Domaine“ zu bewahren, an die vielfältige gesetzliche Bedingungen geknüpft sind, müssen komplizierte Vereinbarungen verhandelt werden, die Pierre-Henry Gagey vieldeutig als „Blutsverträge“ bezeichnet. Am Ende werden die abgefüllten Weine zu speziellen Konditionen an Louis Jadot verkauft, welche die Kosten für die Bewirtschaftung der Weinberge, den Ausbau der Weine und den Preis für die Trauben berücksichtigen.

Den mit Abstand größten Anteil der Gutsweine steuert heute die Domaine Louis Jadot bei, die erst 1985 ihren Anfang nahm und nach zahlreichen Zukäufen teilweise ganzer Weingüter heute stattliche neunzig Hektar Weinberge ausmacht. Dies sollte sich als strategisch kluges Investment erweisen. Zwar waren die für Grund und Boden in Burgund zu zahlenden Preise stets stattlich; angesichts der heute inflationären Kurse, die für Weinberge in Burgund gezahlt werden, kann man die damaligen Akquisitionen im nachhinein aber nur als Schnäppchen bezeichnen.

Das langfristig angelegte Programm von Weinbergskäufen begann bereits kurz nach der Kopf-Übernahme im Jahr 1985. Als erstes konnte man zahlreiche Weinberge von Mitgliedern der Familie Clair übernehmen, deren Streit zum Ausverkauf der einst renommierten Domaine Clair-Daü führte. Durch den Erwerb des ältesten burgundischen Weinhandelshauses Champy kamen im Jahr 1989 weitere Flächen hinzu, 1993 folgte die sieben Hektar große Monopollage Clos de Malte in Santenay.

Im Jahr 2012 konnte man von der Familie Germain in Chorey-Les-Beaune siebzehn Hektar Weinberge erstehen, zuletzt wurden im Sommer 2017 achtzehn Hektar von Prieur-Brunet in das Portfolio der Domaine Louis Jadot integriert. Darüberinaus gibt es seit 1970 Vereinbarungen mit dem Herzog von Magenta, welche Louis Jadot die Vermarktungsrechte von gut drei Hektar Premier-Cru-Weinbergen in Puligny- und Chassagne-Montrachet der Domaine du Duc de Magenta sichern.

Die Geschichte des Hauses Louis Jadot ist seit langem auch eng mit dem Anbaugebiet Beaujolais verbunden, in dessen Südteil eine Jadot-Kellerei für die Vinifikation der Beaujolais Villages erbaut wurde. Durch den Erwerb von Château des Jacques im wurde 1996 die Bedeutung des Beaujolais für Louis Jadot bekräftigt. Zu dem Weingut in Moulin-à-Vent gehören dreiundachtzig Hektar, wo die Gamaytraube auf vulkanischen Granitböden Weine erbringt, die zu den langlebigsten und elegantesten im Beaujolais zählen.

Im Unterschied zu den Gutsweinen der Côte d´Or werden die Weine von Château St. Jaques nicht unter der Marke Louis Jadot vermarktet, sondern mit dem traditionellen Etikett des Gutes. Gleiches gilt für die Domaine Ferret im Fuissé-Gebiet, die vor zehn Jahren gekauft wurde.

2008 erfolgte auch der Bau einer neuen Kellerei in Givry, einige Kilometer westlich von Chalon-sur-Saône, wo die Weine gekeltert werden, die aus gekauften Trauben für den weißen und roten Bourgogne von Louis Jadot resultieren. Beide Weine sind in der preislichen Einstiegskategorie absolute Bestseller.

Der qualitative Aufstieg der Maison Louis Jadot ist untrennbar verbunden mit dem charismatischen Kellermeister Jacques Lardière, der von 1970 bis 2012 insgesamt zweiundvierzig Jahrgänge vinifiziert hat.

Als Frédéric Barnier 2009 die Stellenanzeige von Louis Jadot für die frei werdende Stelle des Technischen Direktors las, ermunterte ihn Lardière, mit dem er befreundet war, sich auf die Stelle als seinen Nachfolger zu bewerben. Die Gespräche dauerten fast ein Jahr, dann hatte Barnier den Job. Zuvor hatte er in Montpellier Agronomie studiert und war danach zehn Jahre für die Winzer-Familie Picard tätig, zunächst in Mercurey an der Côte Chalonnaise und anschließend im Château de Chassagne-Montrachet an der Côte de Beaune. Zwei Jahre arbeitete Frédéric Barnier mit Jacques Lardière zusammen und ist heute restlos davon überzeugt, dass sich am Stil der Weine von Louis Jadot „nullkommanull“ verändert habe.

Barnier ist in Quimper in der Bretagne geboren, wo er bereits in der Jugend seine Vorliebe für den Tauchsport entdeckte, den er seit dreißig Jahren mit Vorliebe auf den Malediven und im Roten Meer ausübt. Daneben ist er geübter Langstreckenläufer: Anlässlich seines vierzigsten Geburtstags lief er 2015 den Paris Marathon und ein Jahr danach gleich noch einmal, gewissermaßen um sich zu bestätigen, dass dies keine Eintagsfliege war. Das war es dann aber mit dem Marathon.

Zu Hause geht es bei den Barniers ausgesprochen musikalisch zu: Ehefrau  Camille spielt Posaune, die vierzehnjährige Ambre Klavier, der zwölfjährige Aubin Horn, der neunjährige Adam Saxophone und der sechsjährige Amaury versucht sich am Schlagzeug. Frédéric Barnier sieht sich eher als Dirgent des Ensembles.

Auch in der modernen Jadot-Kellerei gibt er den Ton an. Die Weißweintrauben kommen je nach Gesundheitszustand als ganze Trauben oder als gemahlene Maische auf die Presse. Um den Most von den festen Trubstoffen zu trennen erfolgt eine vierundzwanzig Stunden dauernde Vorklärung im Edelstahltank. Dann erfolgt der Abzug in Pièces, die für die Weißweine zu einem Viertel pro Jahr erneuert werden. Der biologische Säureabbau vollzieht sich im Eichenholzfass, jedoch wird die Malo in säureschwachen Jahren mittels Zugabe von Schwefel bewusst blockiert, etwa beim Jahrgang 2015. Nach fünfzehn Monaten erfolgt ein Abstich in den Edelstahltank und danach kommt der Wein mit kompletten Hefe wieder zurück in das Pièce. Vor der Abfüllung werden die Weißweine generell filtriert.

Insgesamt umfasst das Lese-Team von Jadot zwischen hundertzwanzig und hundertfünfzig 150 Arbeitern, die auf drei Equipen verteilt werden. Alles wird von Hand gelesen

Die roten Trauben werden nur einmal im Kelterhaus sortiert, sie werden entrappt und in offenen Bottichen aus Holz und Edelstahl vergoren.  Barnier ist sich selbst im Unklaren, welche Version er bevorzugt. Die Macération erfolgt grundsätzlich mit Naturhefen, in wärmeren Jahren dauert sie drei Wochen, in kühleren Jahren sogar vier Wochen und mehr, wobei die Temperaturen auf rekordverdächtige fünfunddreißig Grad Celsius ansteigen können. Dies führt zu einer kräftigen Auslaugung der Beerenhäute und entsprechend tiefdunklen Rotweinen. Nach dem Abpressen der Maische wird der Vin de Press dem klar abgelaufenen Wein sofort wieder zurückgegeben. Es erfolgen zwei Abstiche, der erste nach der malolaktischen Gärung, der zweite unmittelbar vor der Abfüllung.

Ein Drittel der Rotweinfässer wird jährlich erneuert, Eichenholzfnabhängig davon, ob es sich um einen Wein aus einer Appellation Village oder einem Grand Cru handelt.

Die dreitausend jährlich benötigten Fässer stammen von der Tonnellerie Cadus, einer von Louis Jadot in den 1990er Jahren gegründeten Fassböttcherei in Ladoix-Serrigny, die insgesamt zwölftausend Pièces herstellt. Die restlichen neuntausend Fässer werden weltweit verkauft, auch an französische Kollegen und sogar in Burgund.

Cadus produziert seine Fässer getrennt nach der Herkunft des jeweiligen Eichenholzes. Die feinporigen Dauben aus dem Zentralmassif werden meist für Weißweine eingesetzt; die mittelfeinen sind für die Rotweine bestimmt und stammen aus dem Limousin und Nevers. Die Pièces von Cadus erfahren durchweg eine mittelstarke Toastung und vermitteln den Weinen dadurch nur eine mäßig Röstnote.

Der Jahrgang 2016 ist in Burgund geprägt von geringen Erträgen, die auf einen späten Frost Ende April zurückgehen.

Sehr ungewöhnlich war, dass hiervon insbesondere höher gelegene Weinberge betroffen waren und nicht die üblichen Frostlöcher am Hangfuss. In den Nächten des 26. und 27 April hatte es geregnet und am nächsten Morgen war der Himmel glasklar, so dass ein Strahlungsfrost mit Temperaturen bis zu minus fünf Grad die Reben traf. „Mitte September wurden starke Gewitter gemeldet, was dazu führte, dass die meisten Winzer aus Angst vor Fäulnis panikartig mit der Lese begannen,“ erinnert sich Frédéric Barnier. Da die Trauben in den Jadot-Weinbergen aber sehr lockerbeerig waren, beschloss er die Ernte hinauszuzögern und startete erst am 27. September mit der Lese, als alle anderen Winzer schon so gut wie fertig waren. „Bei schönem Wetter konnten wir gesunde Trauben eingebringen!“

Im Jahr 2017 gab es erneut Wetter-Kapriolen, denn am 20. und 27. April schlug Väterchen Frost gleich zwei Mal zu. Der Boden war diesmal trocken und im Gegensatz zum Vorjahr waren die Weinberge von Nebel verhüllt. Das Gros der früh ausgetriebenen Blättchen fiel diesen beiden Frostnächten zum Opfer und reduzierte damit erneut die Ertragsaussichten.

Fragt man Pierre-Henry Gagey nach neuen Projekten, fällt ihm zu allererst die Domaine Resonance in Oregon ein, das erste Pinot-Noir-Projekt von Louis Jadot außerhalb Frankreichs, welches 2013 anlief und nun ausgeweitet wird. Als Sachwalter für den bislang acht Hektar großen Weinberg entsandte Gagey seinen früheren Kellermeister Jaques Lardière an die amerikanische Westküste. Der offiziell im Ruhestand befindliche Weinmacher ist auch sonst immer wieder als Markenbotschafter für Louis Jadot in der Welt unterwegs. Als Resident-Winemaker ist seit 2017 Guillaume Large, der vormalige Assistent von Frédéric Barnier, vor Ort tätig. Die Rebfläche von Resonance wurde mittlerweile auf zwanzig Hektar erweitert.

Frédéric Barnier gefällt der opulente Wein von Resonance recht gut, er selbst bevorzugt aber eher Weine aus mittelreifen Jahrgängen wie 1992, 2006 und 2011, weil sie ihm mit ihrer Frische größeres Trinkvergnügen bereiten als Weine aus sehr reifen Jahrgängen. In seinem privaten Keller befinden sich rund zweitausend Flaschen, das Gros davon natürlich aus Burgund. Besondere Wertschätzung des Jadot-Weinmachers genießen aber insbesondere Weißweine aus dem Loiretal.

Armin Diel verkostete zehn Weißweine und dreizehn Rotweine der Jahrgänge 2015 und 2016 der zum Jadot-Fundus zählenden Weingüter Louis Jadot, Heritières Louis Jadot und Domaine Gagey sowie Domaine de Magenta.

Weißwein

2016 Domaine Gagey Beaune Grèves Premier Blanc: Mittleres Hellgelb; eher verhaltenes Bukett, feinwürzige Apfelnote, etwas Quitte; angenehme Fruchtfülle, belebende Art, markantes Säurespiel, schöner Nachhall. Bester Trinkzeitraum von 2020 bis 2025, 89 Punkte

2016 Domaine Louis Jadot Meursault Charmes Premier Cru: Etwas kräftigeres Hellgelb; duftet nach Steinobst wie Pfirsich und Aprikose, etwas Birne und Quitte; feine Tannine, ein Hauch von Vanille, charaktervoller Körper, kräftiger Nachhall. Bester Trinkzeitraum von 2020 bis 2027, 90 Punkte

2016 Domaine Duc de Magenta Chassagne-Montrachet Morgeot Clos de la Chapelle Premier Cru: Mittleres Hellgelb mit grünen Reflexen; zarter Vanilleduft, vegetabile Noten, die einen leicht rustikalen Stil verkünden; herzhafte Körper, passable Frucht im Abklang. Bester Trinkzeitraum von 2019 bis 2024, 88 Punkte

2016 Domaine Louis Jadot Puligny-Montrachet Les Folatieres Premier Cru: Mittleres Hellgrün; animierendes Bukett, changiert zwischen reifem Apfel und Steinobst à la Aprikose und Pfirsich; saftiger Körper ohne opulent zu wirken, eindrücklicher Nachhall. Bester Trinkzeitraum von 2020 bis 2030, 92 Punkte

2016 Domaine Louis Jadot Batard-Montrachet Grand Cru: Gut gedecktes Gelb mit hellgrünen Reflexen; duftet nach reifen Äpfeln und Quitte; herzhafter Wein mit einem leichten Hang zur Rustikalität, gut eingebundene Tannine, salziger Nachhall. Bester Trinkzeitraum von 2020 bis 2030, 91 Punkte

2016 Domaine des Héritiers Louis Jadot Corton-Charlemagne Grand Cru: Mittelgrünes Hellgelb mit zartgrünen Reflexen; eindrucksvoller Duft von vollreifen Aprikosen und Pfirischen; zarte Vanillenote, sprüht förmlich vor Leichtigkeit und Eleganz, exzellenter Wein. Bester Trinkzeitraum von 2020 bis 2035, 94 Punkte

2015 Domaine Gagey Beaune Grèves Premier Cru Blanc: Mittleres Hellgelb; würziges Bukett, Anflüge von Quitte, Melone und Mandeln; stoffiger Körper, ausgewogene Süße-Säurestruktur, würzige Note, herzhafter Nachhall. Bester Trinkzeitraum von 2020 bis 2025, 88 Punkte

2015 Domaine Louis Jadot Meursault Charmes Premier Cru: Kräftigeres Mittelgelb; duftet nach gelbem Steinobst sowie Birne und Quitte; dezente Vanillenote, recht eleganter Körper, charaktervoll, kräftiger Nachhall. Bester Trinkzeitraum von 2020 bis 2028, 90 Punkte

2015 Domaine Duc de Magenta Chassagne-Montrachet Morgeot Clos de la Chapelle Premier Cru: Mittelgrünes Hellgelb; zarter Vanilleduft mit einem Hauch von Anis und Fenchel; recht saftiger Körper, gut eingebundene Tannine, ausgewogene Frucht, würziger Nachhall. Bester Trinkzeitraum von 2020 bis 2027, 90 Punkte

2015 Domaine des Héritiers Louis Jadot Corton-Charlemagne Grand Cru: Mittelgrünes Hellgelb; recht verschlossenes Bukett, vegetabile Noten, etwas Minze und Kamille; ausladender Körper, zeigt breite Schultern, würzige Note, deutlich getrocknete Aprikose im Abklang. Bester Trinkzeitraum von 2020 bis 2030, 92 Punkte

Rotwein

2016 Domaine des Héritiers Louis Jadot Beaune Clos des Ursules Premier Cru: Mittleres Rubinrot mit zartem Orangerand; delikates Fruchtbukett, Erdbeere, Schwarzkirsche und Johannisbeere; eleganter Körper, feine Tannine, ausgewogener Nachhall. Bester Trinkzeitraum von 2020 bis 2030, 91 Punkte

2016 Domaine Louis Jadot Volnay Clos de la Barre Premier Cru: Gut gedecktes Rubinrot ohne jeden Orangerand; feiner Kirschduft, etwas Brotkruste und Waldboden; anmutige Fruchtsüße, eleganter Körper, delikate Frucht, feiner Nachhall. Bester Trinkzeitraum von 2018 bis 2030, 90 Punkte

2016 Domaine Gagey Nuits Saint Georges Boudots Premier Cru: Gut gedecktes Rubinrot mit zartem Orangerand; feiner Duft, erinnert an Preiselbeere und Kirsche; zeigt eine feine Struktur, eher mittlere Fruchtfülle, pikantes Säurespiel, würziger Nachhall. Bester Trinkzeitraum von 2020 bis 2028, 91 Punkte

2016 Domaine Louis Jadot Gevrey-Chambertin Clos Saint Jacques Premier Cru: Gut gedecktes Rubinrot mit zartem Orangerand; recht verhaltener Duft, etwas Preiselbeere und Pflaume; öffnet sich am Gaumen in konzentrischen Kreisen, zarte Süße, zeigt feine Rasse. Bester Trinkzeitraum von 2022 bis 2032, 92 Punkte

2016 Domaine des Héritiers Jadot Corton Pougets Grand Cru: Gut gedecktes Rubinrot mit zartem Orangerand; recht feines Bukett, etwas Kirsche, Cassis und Lorbeerblatt; süßliche Fruchtfülle, markante Tannine, herzhafter Nachhall, eher auf der kühlen Seite liegend. Bester Trinkzeitraum von 2020 bis 2028, 91 Punkte

2016 Domaine Louis Jadot Chapelle-Chambertin Grand Cru: Gut gedecktes Rubinrot mit zartem Orangerand; erinnert im Duft an Rote Bete und Wacholderbeere; mittelgewichtiger Körper, eher fein strukturiert, würziger Nachhall. Bester Trinkzeitraum von 2020 bis 2028, 92 Punkte

2016 Domaine Louis Jadot Chambertin Clos de Bèze Grand Cru: Gut gedecktes Rubinrot mit zartem Orangerand; duftet nach Lilie und Schwarzkirsche, etwas feuchter Waldboden; feine Struktur, eleganter Körper, verspielter Nachhall. Bester Trinkzeitraum von 2020 bis 2032, 93 Punkte

2016 Domaine Louis Jadot Vougeot Grand Cru: Dunkles Rubinrot ohne jeden Orangerand; äußerst kompaktes Bukett, Schwarzkirsche, Brotkruste und Pflaume; gute Balance, delikate Frucht, feine Struktur, würziger Nachhall. Bester Trinkzeitraum von 2020 bis 2030, 91 Punkte

2016 Domaine Gagey Echezeaux Grand Cru: Dunkles Rubinrot ohne jeden Orangerand; leicht pflaumiges Bukett, ein Hauch von Erdbeere und Sandelholz; würzige Frucht, feinherbe Note, passabler Nachhall. Bester Trinkzeitraum von 2020 bis 2028, 92Punkte

2016 Domaine Louis Jadot Bonnes Mares Grand Cru: Dunkles Rubinrot ohne jeden Orangerand; delikater Kirschduft, etwas Preisel- und Wacholderbeere; gute Struktur, feinherbe Frucht, bestens eingebundene Tannine, würziger Nachhall. Bester Trinkzeitraum von 2020 bis 2030, 92 Punkte

2015 Domaine des Héritiers Louis Jadot Beaune Clos des Ursules Premier Cru: Gut gedecktes Rubinrot mit zartem Orangerand; feiner Erdbeerduft, etwas Brotkruste und Waldboden; erstaunliche Dichte und Fülle, zarte Süße, stilvoller Nachhall. Bester Trinkzeitraum von 2020 bis 2030, 91 Punkt

2015 Domaine des Héritiers Louis Jadot Corton Pougets Grand Cru: Sattes Rubinrot mit zartem Orangerand; duftet nach reifer Schwarzkirsche und Johannisbeere; eindringliche Frucht, süßliche Fülle, große Eleganz, markanter Nachhall. Bester Trinkzeitraum von 2025 bis 2040, : 94 Punkte

2015 Domaine Louis Jadot Vougeot Grand Cru: Gut gedecktes Rubinrot mit zartem Orangerand; ausgeprägter Duft von Schwarzkirsche und Pflaume; saftige Fruchtfülle, herzhafte Tannine, feine Nuancen, markanter Nachhall. Bester Trinkzeitraum von 2022 bis 2035, : 93 Punkte

2015 Domaine Louis Jadot Chapelle-Chambertin Grand Cru: Kräftiges Rubinrot ohne jeden Orangerand; verschwenderischer Schwarzkirschduft, süßliche Cassisnote; wuchtiger Wein mit großer Eleganz, süßliche Fruchtfülle, enormer Druck im Nachhall. Bester Trinkzeitraum von 2025 bis 2040, 95 Punkte

Erstabdruck in FINE Das Weinmagazin 1|2018

Foto: ARMIN DIEL